Krankheiten welche die Ernährung einschränken!

erhöhte Blutfettwerte - Cholesterin - Gicht

Worauf man achten sollte bei erhöhten Blutfettwerten!

Wenn Sie im Zuge einer Blutuntersuchung mit erhöhten Blutfettwerten konfrontiert werden, ist es an der Zeit, über die Zusammenstellung Ihres täglichen Speiseplanes nachzudenken.
Die Höhe der Blutfettwerte hängt sowohl von zahlreichen Faktoren in Ihrem eigenen Organismus, wie auch von der Zusammensetzung Ihrer Nahrung ab.
So ist bei der Beurteilung überhöhter Blutfettwerte neben dem Cholesterin- und Triglyceridanteil auch das Verhältnis bestimmter Transportproteine (HDL, LDL) zueinander zu berücksichtigen. Ebenfalls kann körperliche Überbelastung und Stress eine Ursache sein.

Der Schlüssel, um Ihre erhöhten Blutfettwerte in den Griff zu bekommen, ist in der "Ausgewogenheit der Ernährung" zu finden.

Meist spielt das richtige Verhältnis verschiedener Lebensmittel zueinander eine viel wichtigere Rolle als der Verzicht auf bestimmte Lebensmittel. Fettsparend zubereitetes mageres Rind-, Kalb- und Schweinefleisch kann selbstverständlich genauso gegessen werden wie zwei bis drei Eier pro Woche. Man sollte allerdings gleichzeitig darauf achten, dass ausreichend Lebensmittel mit einem hohen Balaststoffanteil (Gemüse, Kartoffeln, aber auch Produkte auf Vollkornbasis und Obst) auf den Teller kommen. Auf manche Speisen wie Innereien oder besonders fettreiche Beilagen und Saucen sollte man allerdings verzichten.

Wissenwertes über Cholesterin

Cholesterin wird meist mit Arteriosklerose und Herzinfarkt in Verbindung gebracht. Cholesterin ist aber auch ein wichtiger Baustein im Körper, der für Transportaufgaben zB. im Stoffwechsel des Nervensystems benötigt wird. Außerdem stellt es Vorstufe der Gallensäuren und körpereigenen Hormonen dar. Für diese Zwecke wird Cholesterin vom Körper selbst erzeugt. Da die körpereigene Produktion nicht ausreicht, um den täglichen Bedarf zu decken, müssen wir die fehlenden Mengen an Cholesterin über unsere Nahrung aufnehmen. Besonders cholesterinreich sind Innereien, Eier, Butter, fetter Käse.
Der Cholesterinspiegel von Fleisch wird meist zu hoch eingeschätzt. Der Cholsteringehalt nimmt nicht im selbsen Ausmaß zu wie der Fettgehalt des Fleisches. Denn Cholesterin ist ein Baustein der Zellwände und kein Fett. Es ist deshalb falsch zu glauben, dass nur Speck große Mengen Cholesterin enthält. Fleisch von Rind, Schwein, Huhn und Pute enthält in 100g nur zwischen 40 und 70mg Cholesterin. Deshalb ist auch bei strenger Diätvorschrift, die bis zu 300mg Cholesterin / Tag in der Nahrung vorsieht, Fleisch aller Fleischarten erlaubt.

Muss man bei Gicht ganz auf Fleisch verzichten?

Purine sind eine Gruppe von chemischen Substanzen, die in den Zellkernen tierischer und pflanzlicher Zellen zu finden sind. Im Zuge des Zellstoffwechsels werden sie überwiegend zu Harnsäure abgebaut. Bei Gicht handelt es sich um eine schmerzhafte Stoffwechselerkrankung, bei der es zu einem Anstieg des Harnsäurespiegels im Blut und in weiterer Folge zu Ablagerungen, vor allem in Gelenken und verschiedenen Organen, kommt.
Neben der körpereigenen Harnsäureproduktion sind insbesondere die Purine aus der Nahrung, die wesentlich zu einer Erhöhung des Harnsäurespiegels im Blut beitragen. Zu den besonders purinreichen Lebensmitteln zählen Innereien (Nieren, Hirn, Leber und Herz) und Hülsenfrüchte.
Mageres Fleisch enthält pro 100g hingegen etwa nur 150mg Purine (berechnet als Harnsäure) und wird somit zu den Lebensmitteln mittleren Puringehaltes gezählt. Fettarmes Fleisch in den empfohlenen Mengen stellt keinen ernährungsbedingten Risikofaktor für Gicht dar.


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